FAQ - Häufige Fragen zur Projektteilnahme
Wie viel Zeit nimmt die Teilnahme in Anspruch?
Der zeitliche Aufwand ist bewusst schlank gehalten und in den regulären Praxisalltag integrierbar.
- Erstgespräch & Einschluss: ca. 15–20 Minuten
(Patientinnenaufklärung, Prüfung der Einschlusskriterien, Rezeptausstellung) - Dokumentation pro Patientin: ca. 5–10 Minuten pro Visite
- Follow‑up: 3–4 Visiten über einen Zeitraum von ca. 3 Monaten
- Gesamtaufwand pro Patientin: ca. 30–45 Minuten über die gesamte Projektlaufzeit
Die Dokumentation ist praxisnah konzipiert und erfordert keine zusätzlichen Termine außerhalb der Routineversorgung.
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Wie komplex ist die Dokumentation?
Die Dokumentation ist bewusst schlank und praxistauglich gestaltet.
- Keine aufwendigen Case Report Forms wie in klinischen Studien
- Nutzung standardisierter, validierter Instrumente (z. B. VAS/NRS, Symptom‑ und QoL‑Scores)
- Fokus auf:
- Schmerzintensität und ‑verlauf
- Begleitsymptome
- Nebenwirkungen
- Begleitmedikation
- Keine zusätzlichen Labor‑ oder Bildgebungsparameter erforderlich
- Digitale Erfassung ist möglich (sofern in Ihrer Praxis etabliert)
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Wie ist das Projekt im Verhältnis zu Endometriose‑Leitlinien einzuordnen?
Leitlinien bilden den aktuellen evidenzbasierten Behandlungsstandard ab und sind Grundlage der gynäkologischen Versorgung. Cannabinoidbasierte Therapieansätze sind bislang nicht Teil der Leitlinienempfehlungen bei Endometriose.
Das Projekt richtet sich gezielt an Patientinnen, die trotz leitliniengerechter Therapie weiterhin symptomatisch bleiben. Ziel ist es, unter realen Praxisbedingungen strukturierte Erfahrungen zu sammeln und diese fachlich einzuordnen – ergänzend zur bestehenden Leitlinienversorgung.
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Wer ist bei Fragen ansprechbar?
Für unterschiedliche Fragestellungen stehen feste Ansprechpartner zur Verfügung:
- Projektleitung & fachliche Einordnung:
Dr. Shabnam Sarshar - Medizinisch‑fachliche Rückfragen:
Ansprechpartner bei der Becanex GmbH - Pharmazeutische Beratung & Rezeptur:
Bezirks‑Apotheke Berlin
Reguläre Erreichbarkeit: Montag bis Freitag, zu den üblichen Geschäftszeiten.
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Wie hoch ist das Haftungsrisiko?
Die Projektteilnahme führt zu keiner zusätzlichen Haftung.
- Die Therapiehoheit liegt vollständig bei der behandelnden Ärztin – wie bei jeder Off‑Label‑Verordnung
- Es handelt sich nicht um ein interventionelles Studienprotokoll
- Die ärztliche Aufklärungspflicht besteht wie im normalen Praxisalltag
- Der bestehende Berufshaftpflichtschutz bleibt unverändert bestehen
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Handelt es sich um eine Studie, AWB oder ein QI‑Projekt?
Das Projekt ist als nicht‑interventionelle Anwendungsbeobachtung / Quality‑Improvement‑Projekt konzipiert.
- Keine randomisierte, AMG‑konforme klinische Studie
- Ziel ist die strukturierte Auswertung von Kasuistiken aus dem Praxisalltag
- Die Kasuistik dient der praxisnahen Wissensgenerierung und klinischen Einordnung
- Das Projekt orientiert sich an den Prinzipien der Deklaration von Helsinki sowie den geltenden Datenschutzvorgaben (DSGVO)
Ein formales Ethikvotum ist für diese Projektform nicht erforderlich.
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Wer trägt die Verantwortung im Projekt?
- Medizinische Verantwortung pro Patientin:
Die behandelnde Ärztin (wie bei jeder Therapieentscheidung) - Initiator & Projektkoordination:
Becanex GmbH - Pharmazeutische Betreuung & Rezeptur:
Bezirks‑Apotheke Berlin
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Welche Rückmeldungen und Auswertungen erhalte ich?
Teilnehmende Ärzt:innen erhalten:
- Individuelle Fallberichte pro Patientin
(anonymisierte Zusammenfassung zu Symptomverlauf, Wirksamkeit und Verträglichkeit) - Aggregierte Projektergebnisse
(anonymisierte Gesamtauswertung aller teilnehmenden Praxen) - Vergleichsdaten zur eigenen Praxis
(Benchmarking im anonymisierten Rahmen)
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Welche Symptome bessern sich erfahrungsgemäß?
Basierend auf der aktuellen Evidenz und bisherigen Anwendungserfahrungen werden insbesondere Verbesserungen beobachtet bei:
Häufig berichtete Effekte:
- Schlafqualität
- Menstruationsschmerzen
- Nicht‑zyklische Beckenschmerzen
Weitere mögliche Verbesserungen:
- Gastrointestinale Symptome (z. B. Übelkeit, Krämpfe)
- Fatigue und Erschöpfung
- Dyspareunie
- Angst‑ und Stresssymptomatik
Wichtig: Die individuelle Response variiert – nicht alle Patientinnen sprechen in gleichem Maße an.
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Wie schnell tritt eine Wirkung ein?
Der Wirkungseintritt ist abhängig von der gewählten Darreichungsform:
- Inhalativ: schneller Wirkungseintritt (Minutenbereich), kürzere Wirkdauer
- Oral (z. B. Kapseln, Öle): verzögerter Wirkungseintritt, längere Wirkdauer
- Vaginal/rektal: mittlerer Wirkungseintritt, lokale und systemische Effekte
Eine klinisch relevante Schmerzreduktion zeigt sich häufig nach 2–4 Wochen kontinuierlicher Anwendung. Verbesserungen von Schlaf und Befinden können früher auftreten.
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Wie wird die Dosierung begleitet?
- Individuelle Titration nach klinischem Ansprechen
- Orientierung am Prinzip „start low, go slow“
- Dosisanpassung erfolgt durch die behandelnde Ärztin
- Flexible Rezeptur ermöglicht patientinnenindividuelle Anpassungen
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Gibt es ein festes Behandlungsprotokoll?
Ja – es existiert ein strukturiertes, aber flexibel anpassbares Protokoll, das sich an der Praxisroutine orientiert.
Typischer Ablauf:
- Baseline‑Visite: Einschluss, Aufklärung, Ausgangsdokumentation, Rezept
- Follow‑up‑Visiten: Symptom‑Monitoring, Dosisanpassung, Dokumentation
- Abschluss‑Visite: Gesamtbewertung und finale Dokumentation
Es gibt keine starren Visitenfenster.
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Wie gelangen Patientinnen zu den Rezepturen?
- Ärztin stellt ein Cannabis‑Rezept aus
- Patientin übermittelt das Rezept an die Partnerapotheke
- Individuelle Herstellung der Rezeptur
- Diskreter Versand direkt an die Patientin
Die Kostenübernahme erfolgt je nach Einzelfall (häufig Selbstzahler‑Situation bei Off‑Label‑Use).
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Muss ich als Ärzt:in alles selbst organisieren?
Nein – das Projekt basiert auf einer klaren Aufgabenteilung.
Ärztin:
- Patientinnenauswahl & Einschluss
- Aufklärung & Indikationsstellung
- Rezeptausstellung
- Klinisches Monitoring
- Dokumentation
Becanex GmbH:
- Projektkoordination
- Datenmanagement & Auswertung
- Schulungs‑ und Informationsmaterial
Bezirks‑Apotheke Berlin:
- Pharmazeutische Beratung
- Rezeptur & Versand
- Anwendungsberatung für Patientinnen